Wie wunderbar ist es doch, die Kraft der Sonnenstrahlen sammeln zu können. Mit dem Johanniskraut gelingt das. Es speichert die Sonnenenergie in den gelben Blüten. Was für eine besondere Pflanze! 2015 und 2019 hat sie es sogar auf die Bestenliste der Arzneipflanzen geschafft, ein Ritterschlag der Schulmedizin für das Johanniskraut.
Der Name Johanniskraut bezieht sich auf Johannes den Täufer, da die Pflanze um den Johannistag (24.06) herum blüht. Wie dient dir das Johanniskraut? Es lässt äußere und innere Narben verheilen, es kann helfen, wenn die Därme rebellieren, es beruhigt deren Schleimhäute. Seine Kraft nimmt es mit der Hexe und ihren Schüssen auf, es entkrampft Gelenke, schmiert die Knie, tröstet schmerzende Rücken, es wird auch bei Gicht und Rheuma eingesetzt. Es verschließt üble Wunden salbungsvoll. Es beruhigt deine Haut auch bei Sonnenbrand und Juckreiz. Es beruhigt dein nervöses Herz, es hilft bei Wechseljahrbeschwerden und beruhigt deinen Schlaf. Es schenkt dir Freude, bringt dich zum Leuchten und kann leichte und mittlere depressive Stimmungen locker verjagen. Es wird als natürliches Antidepressiva erkannt.
Wie erkennst du diese wundervolle Pflanze?
• Sie blüht von Juni bis September
• Beim Zerreiben der Blüten werden deine Finger rot gefärbt!! Sie hat 5 gelbe Blütenblätter, auf einer Seite gezähnt und am Rande schwarz punktiert, in Gewebslücken ist das blutrote Hypericin,..
• Die Blätter sind klein, oval-eiförmig
• Bei den Blättern sieht man von unten kleine Löcher, die Öldrüsen
• Der Stängel ist zweikantig und innen markig ausgefüllt.
• Sie kann bis zu einem Meter hoch werden.
Gibt es Nebenwirkungen, die zu beachten sind?
Es kann zu Nebenwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Die Wirkung von Antibabypille, Antibiotika, Immunsuppressiva oder Gerinnungshemmern kann abgeschwächt werden. Bitte jedenfalls mit ihrem Arzt oder Apotheker absprechen! Wenn man Johanniskraut im Sommer verwendet, kann es schneller zu einem Sonnenbrand kommen.
Wie kannst du das Johanniskraut für dich nützen?
Hier sind einige Rezepte: Johanniskrautöl bzw. Rotöl: bei Nackenschmerzen, Muskelkater, Hautirritationen, Gelenksschmerzen, Rheuma, Gicht.
Zutaten:
250 g hochwertiges Olivenöl,
2 Handvoll Johanniskrautblüten mit grünen Samenkapseln
Frisch gesammelte Blüten und Knospen werden etwas angequetscht und in ein weithalsiges Glas gegeben. Kaltgepresstes Olivenöl draufgießen, bis die Blütenmenge zu schwimmen beginnt. 6 bis 8 Wochen in die Sonne stellen und täglich schütteln. Wenn das Öl dunkelrot geworden ist, kann man es abseihen, nur leicht auspressen und in kleine Flaschen füllen. Es muss kühl gelagert werden. Haltbarkeit in etwa ein Jahr!
Einreibeöl gegen Rückenschmerzen usw.:
Johanniskrautöl mischen mit 10 Tr. Pfefferminzöl,
10 Tr. Latschenkiefernöl
10 Tr. Rosmarinö
Bitte nur hochwertige ätherische Öle verwenden!!!
Johanniskrautoxymel für gute Laune:
Zutaten:
eine Handvoll blühendes Johanniskraut,wenn möglich mit grünen Samenkapseln
200g hochwertiger Honig
200g hochwertiger Apfel-Gärungsessig
1 Prise Salz
Fülle in ein 500 ml Schraubglas den Honig und den Apfelessig mit der Prise Salz und verrühre alles so lange, bis sich der Honig im Essig aufgelöst hat. Schneide das Johanniskraut schön klein, am besten mit einem Keramikmesser, und gib es mit in das Glas. Wichtig ist, dass das Johanniskraut vollständig mit der Honig-Essig-Mischung bedeckt ist. Lasse das Oxymel für ca. 3 Wochen an einem sonnigen Ort ziehen. Schüttle das Glas immer wieder und gib gute Gedanken mit hinein. Nach drei Wochen absieben, das Oxymel in eine dunkle Flasche füllen, beschriften und innerhalb eines Jahres verwenden. Täglich 1 Esslöffel in 250 ml kaltes bis lauwarmes Wasser geben und trinken. Für stimmungsaufhellende Wirkung über 2 – 3 Monate einnehmen.
Tee:
Pflücke die oberen Teile des Johanniskrautes und trockne sie. Im Winter und an grauen Tagen den Tee genießen!
1 EL auf 250 g Wasser!